Partnerschule
Treffen von 1997 bis 1999
Die seit 1997 bestehende Schulpartnerschaft wurde in diesem Jahr weiter ausgebaut: Nachdem in vergangenen Jahr auch ein Austausch zwischen den Studierenden stattfand, standen 1999 die fachlichen Kontakte zwischen den Kollegen im Vordergrund. Im Frühjahr fuhren vier Kollegen nach Breslau, um dort die Struktur der Ausbildung und die Funktion der Praktika zu erörtern. Die Gastgeber aus Breslau machten einen Praxisbesuch in der Justizvollzugsanstalt und einem Obdach in Breslau möglich. So konnte neben dem theoretischen Austausch das sozialarbeiterische Handeln in der Praxis erfahren werden. Im Herbst ereignete sich der Gegenbesuch durch drei Dozenten der Partnerschule. Im Rahmen dieses Besuches wurden das Berufsbild des Sozialarbeiters und die Rolle der Praxis und des Praxisanleiters thematisiert. Um auch den Gästen einen Einblick in die sozialarbeiterische Praxis zu geben, fand ein Besuch der Justizvollzugsanstalt in Werl statt. Ein Austausch der Studierenden ist für das Jahr 2000 geplant. Im Mai werden einige Teilnehmer des jetzigen Mittelkurses der Sozialarbeiter nach Breslau fahren. Im Oktober wird uns dann eine Gruppe aus Breslau besuchen.Treffen 2000
Vom 22. bis 25. Oktober 2000 fand erneut ein Fachaustausch zwischen vier Kollegen unseres Berufskollegs und der Partnerschule in Polen statt. Herr Mehlem, Herr Chorhummel, Frau Terhaag und Herr Hees fuhren nach Breslau, um dort den Status der Partnerschule und fachliche Inhalte zu erörtern. Weiterhin wurden auch sozialarbeiterische Einrichtungen in und um Breslau besucht.Seit 1997 besteht die Partnerschaft zwischen der polnischen Fachschule für Sozialarbeit und der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Anna-Zillken- Berufskollegs. Der fachliche Austausch, die Unterstüzung und Beratung durch die Kollegen aus Dortmund wird von beiden Seiten als fruchtbar angesehen, da so neue Perspektiven erarbeitet werden können und der "Blick über den Tellerrand" ermöglicht wird. So wurde bei diesem Treffen zunächst über den Status der Schule gesprochen. Die polnischen Kollegen haben angestrebt, den Fachhochschulstatus zu erlangen, und durch große Bemühungen mit weiteren europäischen Staaten Konzepte erarbeitet, bzw. ausgetauscht, um vor der polnischen Regierung diesen Schritt zu legitimieren und die Anerkennung zu erlangen.
Aufgrund der politischen Entscheidungen und dem momentanen Status der Sozialarbeit in großen Teilen der polnischen Bevölkerung kann sich die Partnerschule aktuell jedoch nur kleine Ziele setzen: Zur Zeit ist eine Anerkennung als Fachhochschule nicht möglich, die Zahlen der Studierenden sanken in der letzten Zeit. Die polnischen Kollegen unterrichten die neuen Kurse somit nicht mehr zweizügig, sondern nur einzügig. Gerade in der jetzigen Phase wird somit eine weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen besonders wichtig sein. Weiterhin wurden verschiedene Lehrmethoden im Rahmen von Sozialarbeit thematisiert. In der Fachgruppe wurden neue Konzepte ganz praktisch getestet und reflektiert. Es ging jeweils um Methoden, die eingesetzt werden können, um die Rolledes Sozialarbeiters bzw. Ansichten von Sozialarbeit zu reflektieren. Der Einsatz dieser Methoden bietet sich innerhalb der Ausbildung zu mehreren Zeitpunkten an. Vor allem aber zu Beginn sollten die Studierenden eigene Erwartungen an den zukünftigen Beruf thematisieren, um später, nach den diversen Praktika, Rollen- und Berufsvorstellungen erneut zu reflektieren und um einen eigenen Standpunkt herauszubilden.
Schließlich stand auch der Besuch einiger sozialarbeiterischer Einrichtungen auf dem Programm. So wurden u.a. in der Nähe von Breslau eine Wohngruppe für Menschen mit seelischen bzw. geistigen Behinderungen besucht, weiterhin eine freizeitpädagogische Einrichtung und ein Sozialamt. All diese Besuche zeigten, dass die Absolventen der Partnerschule gute Arbeit in äußerst unterschiedlichen Berufsfeldern leisten. Hier ist zu erwähnen, dass die Studierenden der Partnerschule im Durchschnitt viel jünger als die der deutschen Schule sind. Ebenfalls fiel auf, dass sich die Sozialarbeit und das Bild von Sozialarbeit in Polen stetig positiv verändert. Ein neues Treffen in Deutschland ist für den Zeitraum vom 24-29.09.2001 geplant. Hier werden sich Studierende und Kollegen gemeinsam in Oerlinghausen treffen, um an verschiedenen Themen zu arbeiten (z.B. Gemeinwesenarbeit, Stadtteilarbeit). Etwa 15 Studierende jeder Schule und ca. 4 Kollegen beider Schulen werden an diesem Treffen teilnehmen
Treffen 2001
Auch in diesem Jahr fand wieder ein Treffen mit der Partnerschule aus Polen statt. Bei diesem Treffen stand der Schüleraustausch im Vordergrund. Insgesamt fuhren 11 Studierende der Mittelkurse der Höheren Fachschule für Sozialarbeit und drei Lehrer (Frau Terhaag, Herr Chorhummel und Herr Hees) mit. Von der polnischen Schule kamen 22 Studierende und drei Kolleginnen nach Oerlinghausen, wo das diesjährige Treffen stattfand. Die Heimvolkshochschule der St. Hedwigsstiftung bot ideale Voraussetzungen für den Austausch.Nach einem interessanten Kennenlerntag wurden am Dienstag die bevorstehenden Exkursionen in Seminaren vorbereitet. Am Dienstag fuhr die Gruppe zu einem sozialarbeiterischen Projekt im Rahmen der Stadtteilarbeit (Freizeitzentrum Baumheide), am Mittwoch wurden die v. Bodelschwingschen Anstalten in Bethel besucht. Die Gruppe war sehr interessiert daran, potentielle, zukünftige Berufsfelder zu seen.
Der Donnerstag stand im Zeichen der Nachbereitung, die gewonnenen Eindrücke und entstandene Fragen wurden hier erneut in Seminaren bearbeitet.
Der gesellige Teil des Austausches kam jedoch nicht zu kurz. So wurden fast an jedem Abend entweder von der polnischen oder der deutschen Seite aus Spielaktivitäten für die Gruppe angeboten und durchgeführt. Danach war am späteren Abend stets die Möglichkeit gegeben, eine private Disco zu veranstalten.
Am Donnerstag fand ein Gottesdienst mit Herrn Pastor Klose statt, dieser wurde von beiden Gruppen vorbereitet und gefeiert. Nebenbei kam es sehr oft zu spontanen "Konzerten" vorwiegend der polnischen Studierenden, die mit einer Gitarre und mehreren begnadeten SängerInnen die gesamte Gruppe beeindruckten.
Den Abschluss der Woche markierte am Freitag eine Stadtführung in Paderborn, die als sehr interessant und witzig beurteilt wurde. Die SchülerInnen hatten dann noch in der Stadt Zeit, ihre letzten Devisen unter das Volk zu bringen.
Wieder in Oerlinghausen angekommen, fand eine Abschlussreflexion statt, bevor dann ein grandioser Grillabend das Treffen abrundete.
In einer Art menschlicher Straßensperre versuchten die polnischen Studierenden die deutschen Gäste zu überzeugen, nicht zu fahren.
Wir blicken gespannt auf das Gegentreffen in Breslau im nächsten Jahr mit den gleichen Studierenden. Fotos von diesem Fachaustausch finden Sie in unserer Rubrik Fotoalben.
Treffen 2002
Im Herbst 2002 (22.9 - 27.09.) war es wieder soweit: 7 Studierende des SOA und SOB und drei Lehrer des Anna-Zillken-Berufskollegs begaben sich auf eine 8-stündige Reise Richtung Osten. Nach diversen Tankstopps angekommen, konnten unsere Studierenden eine kleine Wohnung in der oberen Etage der Partnerschule beziehen. der Kühlschrank war prall gefüllt und ein herzlicher Empfang versüßte ebenfalls die Ankunft.Innerhalb der Woche gab es viel zu sehen: Die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten (z.B. Stadtführung "Wroclaw by Night"), Einblicke in sozialarbeiterische Einrichtungen in der Stadt, der Besuch eines Schlosses, viele Gespräche und eine Abschlussparty.
Das Thema der Woche und der Seminarveranstaltungen in der Schule war der sozialarbeiterische Umgang mit Klienten mit geistigen und psychischen Behinderungen, sowie der Umgang mit Menschen mit Behinderungen allgemein.
Die Unterschiede zwischen den beiden Staaten in diesen Bereichen wurden beispielhaft herausgearbeitet und in /mit der Praxis diskutiert.
Diesem thematische Schwerpunkt ging der Besuch der von Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld-Bethel im vergangenen Jahr voraus.
Die Studierenden, die im letzten Jahr ebenfalls am Austausch beteiligt waren, haben somit unterschiedliche Ansätze und Denkweisen im Arbeitsbereich mit Menschen mit Behinderungen kennen gelernt.
Fotos von diesem Fachaustausch finden Sie in unserer Rubrik Fotoalben.